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Wieso es Sinn macht, additionally im Winter Vögel zu zählen – Kreis Emmendingen

  • BIRDS

Es wird wieder gezählt: Vom 6. bis 8. Januar lädt der Nabu zur Stunde der Wintervögel ein. Wer möchte, kann dann mitzählen. Die Nabu-Kreisvorsitzende Sonja Lehmann gibt Tipps und erklärt die Aktion.


BZ: Frau Lehmann, was brauche ich, wenn ich erfolgreich bei der Zählung mitmachen will?

Lehman: Dafur braucht es nicht viel. Man muss vor allem Lust haben, an diesem Wochenende in seinen Garten oder in einen Park zu gehen und zu schauen, wie viele Vögel man findet. Nützlich ist dafür die Zählhilfe, die man sich bei uns auf der Internetseite herunterladen kann. Da sind schon die wichtigsten Vögel abgebildet. Es gibt aber auch eine App. Ein Fernglas kann hilfreich sein. Anfänger tun sich damit aber teilweise schwer.

BZ: Welche Wintervögel kann man bei uns am häufigsten beobachten?
Lehman: Bei der Stunde der Wintervögel geht es vor allem um die klassischen, weitverbreiteten Arten wie den Haussperling, die Blaumeise oder das Rotkehlchen. Quasi die Allerweltsarten.

Sonja Lehman (49) ist seit 2021 Vorsitzende der Nabu-Kreisgruppe Emmendingen. Sie wohnt in Denzlingen und ist Biologin und Journalistin.

BZ: Und welche Erkenntnisse kann der Nabu aus der Aktion ziehen?
Lehman: Zum einen ist es eine sehr große Erhebung. Vergangenes Jahr waren bundesweit mehr als 200.000 Menschen unterwegs und haben gezählt. Diese relativ große Menge an Daten gibt uns einen guten Überblick über Developments. Außerdem ist es wichtig, dass es gerade um diese Allerweltsarten geht. Denn Wissenschaftler konzentrieren sich bei ihren Kartierungen vor allem auf seltene Arten. Das ist natürlich auch richtig, aber dadurch haben wir wenig Erkenntnisse darüber, wie es den klassischen Arten geht. Als zum Beispiel das Usutu-Virus unter den Amseln gewütet hat, haben wir das sehr deutlich bei der Zählung ablesen können.

BZ: Im Winter stellen viele Menschen Futterhäuschen auf oder kaufen Meisenknödel. Ist das sinvoll?
Lehman: Teilweise geben die Menschen auch an, dass sie am Futterhäuschen gezählt haben. Das ist interessant für uns, weil wir nicht wissen, wie viele davon es in Deutschland gibt. Die Winterfütterung ist dann intestine und wichtig, wenn wir wirklich eine geschlossene Schneedecke haben und einen richtigen Winter wie Mitte Dezember. Ich bin aber kein Fan davon, ganzjährig zu füttern. Einfach auch deshalb, weil man damit bestimmte Arten bevorzugt. Man erreicht damit nur die Vögel, die Samen essen. Gerade aber die anderen Vögel, die sich von Insekten ernähren, haben durch das Insektensterben größere Probleme. Da schafft man ungleiche Bedingungen. Zudem kann das Vogelfutter, das man kaufen kann, ungesund sein. Ähnlich wie Quick Meals für uns Menschen.

BZ: Gerade sind die Temperaturen nicht sehr winterlich. Rechnen Sie damit, dass Sie bei der Stunde der Wintervögel auch Zugvögel sehen, die hier überwintern?
Lehman: Im Gegensatz zur Stunde der Gartenvögel, die wir im Mai machen, bekommen wir bei der Stunde der Wintervögel auch ein Gefühl dafür, welche Arten im Winter noch da sind. Man kann dann auch Vögel sehen, die nicht klassisch bei uns heimisch sind, sondern aus dem Norden zu uns ziehen. Ich bin aber auch gespannt, ob wir Vögel sehen werden, die normalerweise im Januar nicht hier sind. Damit rechne ich eigentlich.

Die Stunde der Gartenvögel

Bei der Aktion geht es darum, eine Stunde lang alle Vögel zu zählen, denen man begegnet. Sie findet vom 6. bis 8. Januar statt. Der Nabu Kreis Emmendingen lädt am 6. January um 15 Uhr zu einer Exkursion im Park des ZfP Emmendingen ein. Treffpunkt ist an der Pforte. Rückfragen bei Sonja Lehmann an: [email protected] Order underneath: 0178/2092790. Allgemeine Informationen zur Zählung gibt es unter: http://www.stundederwintervoegel.de

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