Skip to content

Wie viele Vögel sind noch da?

  • BIRDS

Oerlinghausen/Leopoldshöhe. Zur sogenannten Stunde der Wintervögel rufen auch die westlippischen Ortsvereine des Naturschutzbunds (NABU) auf. Leopoldshöher und Oerlinghauser dürfen sich gerne an dieser Zählung – im heimischen Garten, auf dem Balkon oder im Park – beteiligen. Das helfe dabei, zuverlässige Zahlen über den Bestand zu bekommen, teilt Ewald Thies für den Leopoldshöher NABU mit. Und er erklärt, was dabei zu beachten ist und welche Beobachtungen am Himmel über Leopoldshöhe er im Dezember gemacht hat.

Egal, ob auf dem Dorf oder in der Stadt, in besiedelten Regionen gebe es für Vögel während der kalten Wintermonate bessere Überlebenschancen als auf dem platten Land. Die Lufttemperatur in Siedlungen sei durchschnittlich um einige Grad höher als im Umland. Die Tiere finden zudem im Abfall, auf Komposthaufen oder an Futterstellen im Garten oder auf dem Balkon leichter Nahrung. Wer schon einmal bei der Vogelzählung mitgemacht hat, kann bestätigen, dass es recht einfach ist, die Vögel an einem Futterhäuschen zu beobachten und dann zu zählen.

Wie Doppelzählungen vermieden werden können

Das empfiehlt der NABU auch für die diesjährige Winterzählung, die vom 6. bis 8. Januar läuft. Eine Stunde lang sollten sich die Vogelzähler Zeit nehmen. Während dieser Zeit sollten sie die höchste Zahl der jeweiligen Vogelart notieren, die sie innerhalb der Stunde an dem Ort gleichzeitig entdecken. Das vermeide Doppelzählungen. Wer noch nicht mit allen Arten vertraut ist, finde auf der NABU-Homepage Wintervogelporträts.

Wegen der Klimaerwärmung verbringen auch einige typische Zugvögel wie Zilpzalp, Mönchsgrasmücke, Hausrotschwanz und Star den Winter zunehmend im Norden. Mildere Temperaturen und kürzere Frost- und Schneeperioden ermöglichten es ihnen, auch in der Area zu überleben. Welche Auswirkungen das allerdings auf die Vogelbestände habe, sei schwer abzuschätzen und noch wenig erforscht. Ein Vorteil für die Überwinterer sei, dass sie – sofern sie den Winter intestine überstehen – klare Vorteile gegenüber wandernden Artgenossen hätten. Sie halten sich früher im Brutgebiet auf und könnten die besten Reviere und Brutplätze besetzen. Der Nachteil: Sollte es ein sehr strenger Winter werden, seien die Zugvögel wiederum im Vorteil wegen der besseren Überlebenschancen.

Im vergangenen Januar haben laut NABU bundesweit mehr als 176.000 Vogelfreunde an der Aktion teilgenommen. Insgesamt gingen Meldungen aus 120,000 Gärten und Parks mit mehr als 4,2 Millionen gezählten Vögeln ein. Allein in Nordrhein-Westfalen beteiligten sich mehr als 32,000 Menschen an der Zählaktion und meldeten über 750,000 Vögel an den NABU.

Greifvögel über Evenhausen und dem Dahlhauser Wald

Im Kreis Lippe wurden in 631 Gärten 22.377 Vögel gezählt. 936 Vogelfreunde haben sich dort an den Beobachtungen beteiligt. Dabei gelangten immer auch Greifvögel ins Blickfeld: Während der vergangenen Wintervogelzählung wurden in NRW 86 Rotmilane gemeldet, im Kreis Lippe zwei Exemplare dieser Artwork. waren. Am 30. December sichtete er einen Milan kreisend über Ackerflächen in Evenhausen im Bereich Nebelsmark.

Der NABU empfiehlt, für die Meldung der Ergebnisse das On-line-Formular (es ist vom 6. bis zum Ende der Meldefrist am 16. Januar freigeschaltet) oder die App „NABU“ zu nutzen. In den Teilnahmeflyern gebe es auch eine Postkarte, auf der die Ergebnisse notiert werden können. Sie kann bis zum 16. Januar (Datum des Poststempels) an diese Adresse geschickt werden: NABU, Stunde der Wintervögel, 10469 Berlin. Telefonisch und kostenlos werden die Daten am 7. und 8. Januar, 10 bis 18, auch entgegengenommen unter Tel. 0800 1157115.

www.nabu.de

.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *